Vorzelte Schattenspender, Regenschutz und Raumgewinn

Unterwegs mit dem Wohnwagen sind Vorzelte ein unverzichtbares Zubehör und der Klassiker des Caravanings, da hier ein Großteil der Freizeit verbracht wird.
Kochen, Essen, Entspannen: Mit dem Vorzelt kann der Wohnbereich nahezu verdoppelt werden. Zudem schützen Vorzelte vor Wind und Regen. Im Sommer sind sie praktische Schattenspender.

Bevor du dich für ein Vorzelt entscheidst, solltest du die Anforderungen an das Vorzelt bestmöglich kennen. Welches Vorzelt das richtige für dich ist, entscheidet sich anhand deiner Campinggewohnheiten.

Wir geben dir einen kurzen Überblick über die verschiedenen Vorzelttypen, die verwendeten Materialien sowie wertvolle Tipps zum Vorzelt-Kauf.

Erfahre mehr in unserem Ratgeber:

Auswahl des VorzeltsWie lange und wo soll das Zelt stehen?

Jedes Vorzelt wird für einen speziellen Einsatzzweck gebaut. Diese Spezialisierung wird vom Hersteller meist klar kommuniziert und beworben. Du solltest zunächst entscheiden, welcher Zelttyp für dich in Frage kommt: Ein leichtes, sommerliches Sonnenzelt? Ein kleines, aber schnell aufzubauendes Teilzelt? Ein Ganzjahreszelt oder ein schneetaugliches Winterzelt? Bist du Dauer- oder Saisoncamper?

Hier findest du eine Übersicht der unterschiedlichen Typen, um der Antwort nach dem passenden Zelttyp näher zu kommen.

Sonnenvordächer – Die Schattenspender

Bei kurzen Aufenthalten in besonders sonnigen Regionen eignen sich Sonnendächer sehr gut. Normalerweise wird eher wenig Gestänge benötigt und der Aufbau geht mit wenigen Handgriffen vonstatten. Leichte Materialien unterstützen die simple Handhabe.
Sonnendächer sind eine kostengünstige Alternative zu Vorzelten oder auch meist sperrigen und unhandlichen Markisen. Sonnendächer sind nicht für Wind und Regen ausgelegt.

Geeignet für:

  • Kurze Aufenthalte in sonnigen Regionen
  • Häufigen Standortwechsel

Vorteile:

  • Leicht
  • Kleines Packmaß
  • Schneller Auf- und Abbau
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Urlaubs- oder Reisevorzelte – Bleibe mobil!

Diese Vorzelte werden meist aus leichten und strapazierfähigen, einseitig beschichteten Materialien gefertigt. Das Material und die eher geringere Ausstattung erleichtern das Reisen mit diesem Zelt erheblich. Der Auf- und Abbau gelingt zügig. Für eine längere Standzeit sind sie allerdings nicht geeignet.

Geeignet für:

  • Kurze bis mittelfristige Standzeiten
  • Häufigen Standortwechsel

Vorteile:

  • Leicht
  • Kleines Packmaß
  • Schneller Auf- und Abbau
  • Eher geringere Ausstattung

Saison- oder Ganzjahresvorzelte – Laden zum Verweilen ein

Diese Vorzelte sind mit hochwertigeren Materialien ausgestattet. Hier kommen meist schwere, wetterbeständige und beidseitig beschichtete Materialien zum Einsatz. Es ist kein Problem, das Material über einen längeren Zeitraum Wind und Wetter auszusetzen.

Bei längeren Standzeiten kommt es maßgeblich auch auf die Stabilität eines Zeltes an. Diese schwereren Vorzelte sind häufig mit zusätzlichen Stangen und Abspannmöglichkeiten ausgerüstet. Zudem kommen diese Zelte mit doppelten Faulstreifen und Fensterklappen, was besonders beim Ganzjahreseinsatz zwingend erforderlich ist.

Diese Zelte sind dafür gemacht, wenig transportiert zu werden. Musst du das Zelt jedoch einmal transportieren, siehst du schnell die Nachteile: Eine hohe Auf- und Abbauzeit sowie ein hohes Gesamtgewicht und ein großes Packmaß.

Geeignet für:

  • Lange Standzeiten
  • Seltenen Standortwechsel

Vorteile:

  • Hohe Stabilität und Langlebigkeit
  • Gute Ausstattung
  • Hohe Materialdichte für besten Schutz gegen Wind und Wetter

Winterzelte – Optimal bei drohender Schneelast

Wer auch im Winter campen möchte, dem empfehlen wir den Kauf eines speziellen Wintervorzeltes, welches den hohen Anforderungen dieser kalten Jahreszeit gerecht wird. Die Winterzelte besitzen ein sogenanntes Pultdach, meist aus starkem, beidseitig beschichtetem Material und einer starken Neigung nach vorne. Die Grundfläche bleibt dabei relativ klein. Schnee kann hier gut abrutschen und große Schneelasten werden konstruktionsbedingt vermieden.

Ein Winterzelt dient hauptsächlich als Eingangsschleuse, damit Wind und Kälte nicht direkt ins Fahrzeug ziehen. Zusätzlich bietet es etwas Stauraum für nasse Kleidung, Schuhe und Ausrüstung.

Geeignet für:

  • Lange Standzeiten
  • Seltenen Standortwechsel

Vorteile:

  • Hohe Stabilität und Langlebigkeit
  • Gute Ausstattung
  • Hohe Materialdichte für besten Schutz gegen Wind und Wetter
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Das Material der AußenhautDie Auswahl des richtigen Material

Die Anforderungen an ein Vorzelt und seine Materialien sind hoch: Es soll robust und trotzdem transportabel sein, wasserdicht und atmungsaktiv zugleich, reiß-/zugefest aber waschbar und pflegeleicht. Um diese Anforderungen zu erfüllen, ist ein hoher Qualitätsstandard erforderlich. Es werden nahezu ausschließlich Kunstfasern verwendet. Farbechtheit und Wetterbeständigkeit wird oftmals durch eine zusätzliche Beschichtung erreicht.

Die verwendeten Materialien haben wesentlichen Einfluss auf die Eigenschaften eines Zeltes.

Polyester ist die meistverwendete Kunstfaser im hochwertigen Zeltbau. In der Regel wird sie dank einer Polyurethan(PU)-Beschichtung wasserdicht.

Beidseitig beschichtetes PVC-Polyestergewebe

Das galvanisch verzinkte Stahlrohr-Gestänge ist besonders für Saison- und Dauerstandorte geeignet. Sicher, robust, stabil – und etwas schwerer.

Einsatz:

  • Dachbereich aller Zeltkategorien
  • Seiten- und Vorderwandbereich von Ganzjahres- und Winterzelten

Vorteile:

  • Absolut dicht
  • Hohe Reißfestigkeit
  • Verrottungsfest
  • Resistent gegen Sporen
  • Leicht zu reinigen

Zu beachten:

  • Nicht atmungsaktiv, daher erhöhte Kondenswasser-Bildung möglich
  • Meist sehr schwer
  • Unflexibler und schwerer auszuspannen

Einseitig beschichtetes PU- oder Acrylat-Polyestergewebe (z.B. Trailtex, Airtex)

Einsatz:

  • Für leichte Urlaubs- und Reisezelte
  • Sonnenvordächer

Vorteile:

  • Relativ robust bei leichtem Gewicht
  • Seht gut spannbar
  • Leicht zu reinigen
  • Weniger Schwitzwasser bei unbeschichteter Innenseite

Zu beachten:

  • UV-Belastung bei Sonneneinstrahlung kann Gewebe schädigen
  • Nicht verrottungsfest
  • Nicht wintertauglich

Wichtiger Hinweis:
Für die tatsächliche Qualität der Außenhaut ist nicht nur das verwendete Material, sondern auch die Materialstärke sowie die Beschichtung ausschlaggebend.

Die richtige Größe ermittelnWir zeigen wie es geht

Grundsätzlich kann man Vorzelte in Ganzzelte oder Teilzelte unterscheiden.

Das Ganzzelt verläuft durch die gesamte Kederschiene, wohingegen das Teilzelt nur in einem Teilstück der gerade verlaufenden Kederschiene entlang des Wohnwagendaches angebracht wird. Die Größen für Ganz- und Teilzelte werden daher unterschiedlich berechnet.

Ermittlung der Größe bei Ganzzelten

Fahrzeuge sind unterschiedlich lang und hoch. Das macht es für Hersteller von Vorzelten problematisch, für jeden Wohnwagen ein passendes Wohnwagen-Vorzelt anbieten zu können. Dieses Problem wird durch das sogenannte „Umlaufmaß“ gelöst. Hierbei wird vom Boden aus, die gesamte Kederleiste entlang, bis zum anderen Ende auf den Boden gemessen.

Solltest du das Umlaufmaß deines Wohnwagens nicht kennen, hast du drei Möglichkeiten:

  • Entnimm die Werte aus einem Größenrechner. Einige Hersteller bieten eine solche Datenbank mit den Maßen der verschiedensten Modelle an.
  • Kontaktiere den Hersteller deines Fahrzeuges direkt. Beim Hersteller kannst du jederzeit unter Angabe von Modell und Baujahr das Umlaufmaß erfragen
  • Unser Tipp: Messe einfach selbst!
    Messe das Umlaufmaß deines Caravans auf ebener Fläche und waagerecht stehendem Fahrzeug. Nimm eine Kordel oder eine nicht dehnbare Leine und messen vom Erdboden (Grafik Punkt A) durch die gesamte Kederleiste, bis du auf der anderen Seite wieder am Erdboden ankommst (Grafik Punkt B).

Wichtiger Hinweis:
Beachte bitte, dass die verschiedenen Vorzelthersteller unterschiedliche Größeneinteilungen haben. Für die exakte Passform des Vorzeltes ist ausschließlich das gemessene Umlaufmaß ausschlaggebend!

Liegt das Umlaufmaß deines Wohnwagens an einem Randbereich der Vorzelt-Größenangaben, so solltest du dich für die kleinere Zeltgröße entscheiden.
Die Größenwahl des Wohnwagen-Vorzeltes richtet sich also nicht nach persönlichem Geschmack oder räumlichen Wünschen, sondern vor allem nach dem Umlaufmaß deines Fahrzeugs. Lediglich in der Tiefe des Vorzelts bleibt eine freie Wahl. Gängig sind Tiefen von 250 cm bis 300 cm.

Ermittlung der Größe bei Teilzelten

Die Länge des Teilzeltes richtet sich nach der Länge der Kederleiste. Die längste Strecke der Kederleiste ist hier der limitierende Faktor.

Miss am besten die längste gerade Strecke der Kederleiste entlang des Wohnwagendachs mit einer Kordel oder nicht dehnbarer Leine (Grafik: Strecke A – B).

Das richtige Gestänge wählenStahl, Aluminium, Fiberglas, Carbon oder Luftschlauch?

Das Vorzeltgestänge bezeichnet die Tragestruktur des Zeltes und ist in der Regel aus verzinkten Metallrohren, aus Aluminium oder vereinzelt auch aus Carbon gefertigt. Anders als bei gängigen Personenzelten wird Fiberglasgestänge bei Vorzelten eher seltener verwendet.
Eine Alternative bilden Vorzelte ohne jegliches Gestänge. Hier wird das Zelt durch aufblasbare Hochdruck-Luftschläuche stabilisiert.

Besonders preislich unterscheiden sich die Gestänge-Varianten deutlich. Carbonbongestänge sind auch unter starken Belastungen sehr stabil, leicht zu transportieren und überzeugen beim Auf- und Abbau. Allerdings kosten sie erheblich mehr als die anderen Varianten.

Aluminiumgestängen haben zwar ebenfalls ein recht geringes Gewicht, allerdings wird ihnen auch eine geringe Stabilität nachgesagt.
Aus diesen Gründen – Carbon sehr teuer, Aluminium etwas instabiler – sind nach wie vor verzinkte Stahlgestänge der absolute Klassiker im Vorzelt-Bau. Auch wenn diese ein relativ hohes Gewicht besitzen.

Für den Durchmesser des Gestänges gilt: Je größer, desto stabiler – aber auch desto schwerer!

Unser Tipp: Wähle nicht weniger als 25 mm Durchmesser, um eine gute Stabilität zu gewährleisten. Für extremere Witterungsverhältnisse und windexponierte Standorte empfehlen wir dir, einen Gestängedurchmesser von 28 mm oder sogar 32 mm zu wählen. Besonders dann, wenn du dich für ein Aluminiumgestänge entscheidest, solltest du mit einem etwas stärkerem Durchmesser für Stabilität sorgen.

Alle Materialien im Überblick:

Stahlgestänge – Der Klassiker

Das galvanisch verzinkte Stahlrohr-Gestänge ist besonders für Saison- und Dauerstandorte geeignet. Sicher, robust, stabil – und etwas schwerer.

Gut geeignet für:

  • Saison- und Dauerstandorte

Vorteile:

  • Hohe Stabilität
  • Sehr lange haltbar bei guter Pflege
  • Sehr robust
  • Günstige Preisklasse

Nachteile:

  • Hohes Gewicht

Aluminiumgestänge – Die leichte Alternative

Das Aluminiumgestänge bietet im Vergleich zu Stahlgestängen eine Gewichtsreduzierung von bis zu 50%. So ist ein 28 mm Aluminiumgestänge deutlich leichter als ein 25 mm Stahlgestänge. Durch das geringe Gewicht eignen sich diese Gestänge besonders für das Reisen. Die geringe Stabilität trübt den guten Eindruck etwas. Aber durch die Wahl eines dickeren Durchmessers und mit zusätzlichen Senkrecht- und Orkanstangen, können auch diese Gestänge wetterfest aufgestellt werden.

Hochwertige Aluminiumgestänge sind durch eine Oberflächenbehandlung (Eloxierung oder Lackierung) gegen Witterungseinflüsse und vor Korrosion geschützt. Die glatte Oberfläche sorgt dafür, dass die Stangen besser in die Gestängekanäle gleiten können – der Aufbau wird erleichtert. Freunde des Wintercampings schätzen das Material ebenfalls aufgrund dieser Eigenschaften sehr: Bei kalten Temperaturen lässt es sich deutlich angenehmer greifen als Stahlgestänge.

Geeignet für:

  • Häufigen Standortwechsel

Vorteile:

  • Leicht
  • Elastisch

Nachteile:

  • Geringe Stabilität
  • Mittlere Preisklasse

Fiberglasgestänge – Die preiswerte Alternative

Fiberglas ist ein glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK). Die einzelnen Gestänge-Segmente sind durch einen Gummizug verbunden, was das Zusammensetzen erleichtert. Insgesamt sind Fiberglasstangen vergleichsweise bruchempfindlich, splittern leicht und sind nicht so stabil – dafür bestechen sie meist durch ihren günstigen Preis.

Geeignet für:

  • Häufigen Standortwechsel

Vorteile:

  • Gewichtsersparnis, aber schwerer als Aluminium oder Carbon
  • Günstige Preisklasse

Nachteile:

  • Geringe Stabilität, bruchempfindlich
  • Geringe Haltbarkeit

Carbongestänge – Die hochwertige Alternative

Die Gestänge aus Kohlenstofffasern zählen zu den hochwertigsten am Markt und zeichnen sich durch eine extreme Robustheit, Kälte- und Hitzebeständigkeit sowie einer enormen Gewichtsersparnis gegenüber Stahlgestängen aus. Allerdings ist die Verfügbarkeit eingeschränkt: Nur wenige hochwertige Zeltmodelle können mit Carbongestänge ausgestattet werden.

Geeignet für:

  • Alle Gelegenheiten

Vorteile:

  • Gewichtsersparnis
  • Hohe Stabilität
  • Sehr robust
  • Kälte- und hitzebeständig

Nachteile:

  • Höhere Preisklasse
  • Geringe Verfügbarkeit

Luftkanal – Die Alternative zum Aufpumpen

Die neuen Vorzelte mit Hochdruck-Luftschläuchen sind gegenüber den konventionellen Gestängen schneller und komfortabler aufzubauen. In der Zelthaut sind Luftkammern als Hauptbögen integriert, die das Grundgerüst bilden. In diesen Luftkammern befinden sich Luftschläuche, die über ein angebrachtes Ventil mit einer Doppelhub-Standpumpe (meist im Lieferumfang enthalten) befüllt werden. Teilweise verfügen diese Vorzelte über verbundene Luftschläuche, sodass das ganze System zentral über ein einziges Ventil gleichmäßig befüllt werden kann.
Neben dem ebenso einfachen wie schnellen Aufbau, haben die Luftzelte einen weiteren Vorteil: Die Luftkammern machen das ansonsten bewährte Gestänge fast komplett entbehrlich. Dies resultiert in einem geringeren Packmaß und Gewicht. Trotzdem stehen die Luftzelte stabil und sicher. Bei starkem Wind können die Luftkammern etwas einknicken, aber sie richten sich wieder auf, sobald der Wind nachlässt.

dwt-Zelte hat eines ihrer Luftzelte bei Windstärke 7 getestet. Das Ergebnis siehst du hier:

Geeignet für:

  • Häufige Standortwechsel

Vorteile:

  • Schneller, komfortabler Auf- und Abbau
  • Geringes Gewicht
  • Kleines Packmaß

Nachteile:

  • Stabilität fällt unterschiedlich aus

Gängige AusstattungsmerkmaleDarauf solltest du achten

Folgende Ausstattungsmerkmale solltest du vorher auf deine Bedürfnisse hin prüfen:

Vorzelttiefe

Die Zelttiefe ist meist wählbar und liegt häufig in einem Bereich zwischen 220 cm und 300 cm. Tipp: Stelle deine Campingmöbel testweise vor dem Wohnwagen auf, um ein Gefühl für die benötigte Tiefe zu erhalten!

Dachform und Dachüberstand

Reise- und Ganzjahresvorzelte besitzen oft ein Satteldach oder eine ähnliche Form, damit Regen zur Seite ablaufen kann und sich keine Wassersäcke bilden. Winterzelte haben in der Regel ein Pultdach, damit der Schnee abrutschen kann.
Viele Vorzelte werden mittlerweile mit einem vorderen oder auch umlaufenden Dachüberstand angeboten. Dies ist nicht nur optisch ansprechender, sondern bietet auch noch einen zusätzlichen Wetterschutz für die Vorder- und Seitenwände. In diesem Fall ist dann allerdings das Gesamtgewicht des Vorzeltes höher, der Aufbau wird etwas langwieriger und es bietet eine größere Angriffsfläche für Wind. In stürmischen Regionen empfiehlt sich daher eher ein Vorzelt ohne Dachüberstände.

Position der Eingangstür

Der Eingang sollte im Idealfall der Wohnwagentür gegenüberliegen, um den Vorzeltraum optimal nutzen zu können. Liegen sich die Türen gegenüber, dann hat man einen freien Ein- und Ausgang und muss nicht ständig um Tische und Stühle herumgehen – auf Dauer ein eher nerviger Slalom. Viele Vorzelte sind mit Wechsel-Segmenten ausgestattet, damit der Eingang wahlweise links, mittig oder rechts eingesetzt werden kann.

Gewicht

Wenn du Gesamtgewicht einsparen willst, dann sind ein leichtes Zelt und ein leichtes Gestänge wesentliche Faktoren. Allerdings solltest Du aufpassen, dass der Kompromiss zwischen Gewicht und Qualität nicht zu groß wird. Achte auf ein hochwertiges Gewebe und ein stabiles Gestänge.

Folgende Ausstattungsmerkmale sollte ein gutes Vorzelt bieten:

Mehrteiliges Zelt

Für mehr Flexibilität und Anpassung an die aktuellen Wetterbedingungen

Verstärkung

Zum Schutz an markanten und stark beanspruchten Punkten der Außenhaut (z.B. an den Ecken, wo das Gestänge anliegt)

Gute Reißverschlüsse

Hochwertige und strapazierfähige Markenreißverschlüsse (z.B. YKK) für Langlebigkeit. Am besten mit einer Abdeckung zum Schutz vor Regen oder UV-Strahlung.

Belüftung

Verschließbare Belüftungsöffnung zur Zirkulation und Vermeidung von unangenehm muffigen Gerüchen

Bodenfestigkeit

Ausreichende Möglichkeiten zur Abspannung / Bodenbefestigung für eine optimale Sturmsicherheit

Windblenden & Radkastenabdeckungen

Zur Vermeidung von Zugluft unter dem Wohnwagen. Sollten im Lieferumfang enthalten sein.

Empfohlenes ZubehörDie Tipps unserer Experten

Für Vorzelte gibt es ein breites Sortiment an optionalem Zubehör.
Die unserer Meinung wichtigsten Zubehörteile findest anschließend.

Sturmsicherer Aufbau / Abspannung

Bei extremen Wetterverhältnissen wie Sturm, Starkregen und Schneefall oder auch bei Dauercamping, empfehlen wir unbedingt die Verwendung von Zusatzstangen und zusätzlicher Abspannung, um Schäden am Zelt zu vermeiden.

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Peggy Peg – Das innovative Befestigungssystem

  • Leichter als ein herkömmlicher Hering, trotzdem besserer Halt
  • Komprimierendes Gewinde: Ideal für weiche und sandige Böden
  • Durch höhenverstellbare Haken auch in harten Böden perfekt einsetzbar
  • Sehr robust: Glasfaserverstärktes, UV-beständiges Polyamid oder Aluminium wählbar
  • Handhabung ist schnell und bequem
  • Beim Abbau schnell rausgeschraubt.
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Zusatzgestänge

Eine große Auswahl an Zusatzstangen zur Erhöhung der Stabilität deines Vorzeltes, findest du als perfekte Ergänzung direkt bei uns im Shop:

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Easy System – Das einzigartige Stabsystem

Das Easy-System aus dem Hause EuroCarry verwendet eine patentierte Teleskoptechnik, bei der die Stäbe automatisch arretieren, sobald sie ausgezogen sind. Das sorgt für eine optimale Spannung und einen perfekten Sitz des Zeltes. Mittels Knopfdruck lässt sich die automatische Arretierung schnell wieder lösen und die Stangen sind im Handumdrehen wieder zusammengeschoben.

Das Easy-System ist ein leichtes Aluminiumgestänge, welches sich besonders für Sonnendächer sowie leichte und mittelschwere Reisevorzelte eignet. Der Aufbau geht schnell von der Hand.

Das Easy-System kann von einer Person alleine auf- und abgebaut werden. Die selbstarretierenden Teleskopstangen sind hierfür auf drei komplette Baugruppen reduziert.

Endstücke und Zeltzusatzstangen sind frei miteinander kombinierbar – einzig der Stabdurchmesser muss beachtet werden und passen.

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Geräte-Anbindung an den Wohnwagen

  • Schraubenfreie Wohnwagen-Beschläge – Befestigung des Vorzeltgestänges am Wohnwagen ohne Bohren!
  • Wandösen – Zu Befestigung des Gestänges am Wohnwagen
  • Gestängespanner – Zum einfachen Ausspannen des Vorzelt-Gestänges
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TippsFür Pflege und Reinigung

Pflege/Reinigung

PVC-beschichtetes Gewebe:
Reinige diese am besten mit klarem Wasser und einem Tuch oder einer weichen Bürste. Bei starker Verschmutzung kannst du dem Wasser ein fettlösendes Spülmittel beigeben. Eventuelle Spülmittelreste wasche bitte sorgfältig ab.

Beschichtetes PU- oder Acrylat Polyestergewebe:
Klares Wasser und ein Tuch, bzw. eine weiche Bürste reichen für leichte Verschmutzungen vollkommen aus. Ist das Gewebe stark verschmutzt verwende am besten ein ph-neutrales Waschmittel, z.B. Kernseife. Bitte entferne Waschmittelrückstände sorgfältig. Nur so bleibt gewährleistet, dass die Materialeigenschaften erhalten bleiben. Bei sachgemäßer Reinigung werden Wasser- und Regendichtigkeit nicht beeinträchtigt.

Kondenswasserbildung

In erster Linie wird durch einen Temperaturunterschied, also bei großen Schwankungen zwischen der Außen- und Innentemperatur, die Bildung von Kondenswasser hervorgerufen. Durch diese Temperaturdifferenz steigt die Feuchtigkeit vom warmen Boden nach oben und schlägt sich auf der Innenseite des kühleren Dachs nieder. Dies bezeichnet man auch als Schwitz- oder Tauwasser.
Zusätzlich trägt aber auch die Abgabe von Körperwärme, eine erhöhte Luftfeuchtigkeit, nasse Kleidung und auch das Gras am Boden zur Kondenswasserbildung bei.

Möglichkeiten zur Reduzierung, bzw. Vorbeugung:

  • Die wichtigste Voraussetzung ist eine ausreichende Belüftung des Vorzeltes. Damit die Luft gut zirkulieren und sich keine Feuchtigkeit niederschlagen kann, sollte eine Querbelüftung (von links nach rechts und von oben nach unten) erfolgen.
  • Verwendung eines luft- und wasserdichten Zeltbodens, damit keine Nässe oder Feuchtigkeit vom Erdreich ins Zeltinnere gelangt.
  • Verwendung eines Innenhimmels als isolierende Funktion, da dieser Zwischenraum die Temperaturunterschiede zwischen innen und außen reguliert.
  • Vermeidung von nasser Ausrüstung im Zelt.
  • Vermeidung von Zeltheizungen, da die warme Luft die Wasserbildung (Kondensation) erhöht.

Undichte Stellen oder nur Kondenswasserbildung?

Es kann vorkommen, dass sich im Zelt Wasserpfützen bilden und die Innenseite des Dachs feucht oder nass ist. Oft liegt fälschlicherweise die Annahme nah, dass das Zelt undicht sei. In den meisten Fällen hat sich aber einfach Kondenswasser gebildet, was unter gewissen Umständen bis zu mehrere Liter erreichen kann. Undichte Stellen in der Mitte der Zelthaut sind kaum möglich, außer es sind sichtbare Beschädigungen wie Löcher oder Risse. Allerdings kann es wohl vorkommen, dass an (schwer erreichbaren) Nahtstellen etwas Wasser trotz Versiegelung durchdringt.
Hier empfehlen wir dir, die Nahtstellen einfach nachträglich mit einem Nahtdichter zu behandeln.

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